Finnlands Süden bietet ein breites Spektrum an Sehenswertem. Helsinki selbst, die alten, aber gute erhaltenen Holzhäuser in den kleinen Städten an der Ostseeküste, die Stromschnellen von Imatra oder der Nuuksion-Nationalpark.
Die Domkirche in Helsinki gehört zu den bemerkenswertesten Bauwerken in der finnischen Hauptstadt. Sie liegt am Senatsplatz unweit des Hafens und unmittelbar am Stadtzenrum. Rund um den Senatsplatz sind zudem Regierungsgebäude und die Universität zu finden. Auf den breiten Treppen, die zur Domkirche hinauf führen, ist zwar nicht ganz soviel Betrieb wie auf den Stufen von Sacré Cœur in Paris, aber Platz genug ist und man hat einen schönen Blick über den Senatsplatz.
Rund um den Hafen von Helsinki: Das rote Schiff legt nicht mehr ab, es ist fest am Ufer vertäut und ein Café. Der Kaffee ist preiswert und schmeckt, besonders natürlich, wenn die Sonne scheint. Von hier sieht man auch die Uspeski-Kathedrale wunderbar, ein Zeugnis der russischen Vergangenheit. Ein Stück um das Hafenbecken herum ist die alte Markthalle zu finden. Das Angebot darin reicht von Fisch, Obst und Gemüse über Döner und Baguette bis hin zu Sushi.
Ein Stück östlich von Helsinki liegt Porvoo mit seiner Gamla Stan. Ein alter Bahnhof mit Lokschuppen, Dampflock und alten Waggons, sowie der Järnhandel - ein im Stil der Jahrhundertwende 1900 erhaltenes Geschäft, in dem es fast alles gibt und in dem man selbst noch richtig kramen kann - bilden den Kern der Gamla Stan - der alten Stadt.
Porvoo selbst ist nicht weniger sehenswert mit seinen alten Holzhäusern oder den Bootsschupen am Flüsschen, das direkt in die Ostsee fließt. Die Geschäfte sind mit ihrem Angebot allerdings genau auf Touristen ausgerichtet. In ganzen Busladungen kommen sie in das Städtchen.
Die Stromschnellen vom Imatra ganz im Osten Kareliens nahe der russischen Grenze. In den Sommermonaten versammeln sich hunderte Menschen auf der Brücke und an den felsigen Ufern, um ein Schauspiel der besonderen Art zu genießen: Um 19 Uhr öffnen sich kaum merklich die Schotte in der Staumauer. Das Wasser aus dem Stausee sprudelt schäumend in den Canyon ...
...bis er ganz gefüllt ist mit der gurgelnden Flut. Dazu erklingt Musik von Jan Sibelius. Gut zwanzig Minuten dauert das Spektakel, dann werden die Schotts wieder geschlossen, der Wasserstand im Canyon fällt, das Wasser fließt hinaus, die Menschenmenge zerstreut sich wieder.
Helsinki hat ewas, was seinesgleichen in Europa sucht - die öffentlichen Teppichwaschanlagen. Auf den in die Ostsee hinein gebauten Plattformen werden die Flickenteppiche im Meerwasser gewaschen. Am Ufer stehen große Wringmaschinen und die Gestelle für die Trocknung. Wer fertig ist, geht erst einmal nach Hause und kommt am Abend wieder, um die getrockneten Teppiche abzuholen.
Im äußersten Südwesten Finnlands liegt Hangö. Die kleine Stadt hat ihre Atttraktion vor allem im einstigen Wasserturm, auf dessen Außengalerie ein Fahrstuhl hinauf führt. Von oben hat man einen fantastischen Blick über die Stadt und die Küstenlandschaft.
Die Holzhäuser von Käpylä im Norden der finnischen Hauptstadt sind ein Stück sozialpolitischer und architektonischer Geschichte. In den 1920er Jahren wurden die Bauten errichtet, um vor allem Arbeiterfamilien vernünftigen Wohnraum zu geben. Dabei ging es nicht nur um die Wohnungen, sondern auch um die ganze Umgebung. Ähnlich den Gartenstadtprojekten in Deutschland wurden die Gebäude mit Gärten ausgestattet. Heute werden die Häuser saniert und umgebaut. Dort zu wohnen, ist in Helsinki begehrt.
Der Fußnote zu Loviisa in den Reiseführern sollte man Beachtung schenken. Ein Ausflug dorthin entführt in die an schwedische Architektur angelehnte Bautradition vergangener Jahrhunderte. Die gut erhaltenen Häuser sind bewohnt, gepflegt und sehenswert.
Seine Musik, die sinfonischen Dichtungen sind Legende und großartig. Jan Sibelius ist Finnlands Nationalkomponist. Entsprechend ist sein Denkmal in Helsinki.
Wenige Kilometer nördlich von Helsinki liegt das einstigen Wohnhaus von Jan Sibelius "Ainola". Der Name geht auf den Namen von Sibelius' Frau zurück. Das Haus ist heute ein Museum. Auf dem riesigen Grundstück, auf dem man sehr schön spazieren gehen kann, fanden Sibelius und seine Frau auch ihre letzte Ruhestätte.
Die Felsenkirche von Helsinki. Mitten in der Stadt wurde sie in den Felsen gehauen. Sie hat eine wunderbare Akustik. Und ihr "Dach" dient vielen als Platz zum Sonnen.
Strände wie an der griechischen Küste (rechts). Doch wie hier in Hangö sind sie eher ein Platz zum Sonnenbaden, denn trotz 25 Grad Lufttemperatur kommt das Wasser am offenen Meer nicht über 14 oder 15 Grad hinaus. Anders sieht es an den kleinen idyllischen Stränden zwischen den Schäreninseln aus. Dort ist kaum ein Mensch und das Wasser ist mit um die 18 Grad beinahe wohlig warm.
Im Osten Helsinkis liegt der Nuuksio-Nationalpark. Ein Areal zum Wander mit vielen idyllischen Stellen. Vor allem an den Seen in dem Gebiet ist es besonders schön. Im Nationalpark gibt es an vielen Stellen Grillplätze, sowohl unter freiem Himmel als auch in Hütten. Familien nutzen sie für das Picknick.