4100 Kilometer durch Island

Sommer. Der dreieinhalbstündige Flug von Berlin nach Reykjavik geht immer in die Abendsonne hinein nach Nordwesten. Und je näher man Island kommt, um so heller wird es. Gegen Mitternacht landet man auf dem Flughafen von Keflavik in der Dämmerung. Mit dem Auto geht es in die Hauptstadt des knapp 270000 Einwohner zählenden Landes. Und dann weiter nach Nordwesten auf die Halbinsel Snaefels.

Der Snaefels-Gletscher

Einer der bemerkenswertesten Berge Islands - der Snaefels-Gletscher. Seine Kuppe liegt unter ewigem Eis. Der Berg ging in die Literaturgeschichte ein. Jules Verne ließ eben an dieser Stelle die "Reise zum Mittelpunkt der Erde" beginnen.

 

Halbinsel Snaefels Halbinsel Snaefels

An der Nordküste der Halbinsel Snaefels kann man im Sommer lange auf den Untergang der Sonne warten. Sie will einfach nicht ins Meer tauchen. Entsprechend lange sind die Menschen munter, schauen aufs Meer hinaus oder unternehmen einen Ausritt vor der malerischen Kulisse.

 

Am Vulkan Krafla Am Vulkan Krafla

Im Westen und im Norden der Insel scheint die Erde an vielen Stellen zu kochen. Aus allen Ritzen der erstarrten Lava dampft es. Besonders im Gebiet des Vulkans Krafla. Hier befindet sich ein Geothermalkraftwerk. Das kochend heiße Wasser aus der Erde heizt auch das wohl schönste Bad der Insel.

 

Myvatn-Bad Myvatn-Bad

Mitten in der Felsenlandschaft nahe der Krafla entstand das im Sommer 2004 eröffnete Myvatn-Bad, benannt nach dem Myvatn, dem Mückensee. Zwischen 40 und 50 Grad Celsius warm und schwefelhaltig ist das Wasser in den natürlich gestalteten Becken mit ihrem Untergrund aus Lavasand. Vom Wasser aus hat man einen tollen Blick in die Ebene des Myvatn und auf das Bergpanorama. Überhaupt hat nahezu jeder größere Ort - und die gehen schon bei 2000 Einwohnern los - sein gut geheiztes Freibad. So wird der Islandurlaub immer auch ein Badeurlaub.

 

Dettifoss Selfoss

Nördlich des Myvatn sind die mächtigsten Wasserfälle der Insel zu finden. Der Dettifoss und der Selfoss stürzen ihre Wassermassen Dutzende Meter in die Tiefe.

 

Straßen Straßen

Ob Sandpiste oder asphaltierte Bahn - im Nordosten schlängeln sich die Straßen scheinbar in die Unendlichkeit hinein.

 

Papageientaucher Papageientaucher

An der Ostküste lassen sich auf felsigen Uferabschnitten Papageientaucher beobachten.

 

Gletscher Gletscher

Vor allem im Süden Islands reichen die Ausläufer der Gletscher bis auf Meerespiegelhöhe hinab. An manchen Stellen hat es den Anschein, als führen die Straßen direkt in den Gletscher hinein.

 

Eisberge Eisberge

Dort, wo Gletschereis und Meereswasser zusammenkommen, brechen große Teile des Gletschers ab und tauen in dem salzhaltigen Wasser, treiben durch die Bucht der Eisberge, werden immer kleiner, bilden sich wandelnde bizarre Formen und treiben als kleine Eisbrocken hinaus ins Meer.

 

Kleiner Geysir Strokkur

Im "Goldenen Kreis" kommt man noch ganz nah an sie heran: Die Geysire - ein noch nicht gänzlich erforschtes Phänomen - faszinieren die Touristen. Während der "Kleine Geysir" nur schwach vor sich hin blubbert, stößt der Strokkur im Abstand von wenigen Minuten riesige Fontänen heißen Wassers aus. Der "Große Geysir" hat dagegen seine Aktivitäten eingestellt.

 

Akureyri Halgrimmskirche

Die Architektur in Island hält dem Vergleich mit der Landschaft nicht stand. Zu den Ausnahmen gehört die Stadt Akureyri im Norden, die Sehenswertes zu bieten hat und sich vor einer malerischen Bergkulisse zeigt. Bemerkenswert ist ebenso die Halgrimmskirche in Reykjavik, an der mehrere Jahrzehnte gebaut worden ist. Vor allem in der Dämmerung bietet sie einen bemerkenswerten Anblick.

Reportage
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©Birger Zentner

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