Stretch-Limousine oder Stretch-Van, wer etwas auf sich hält, wird auf diese Weise durch die Millionenmetropole Miami kutschiert.
Anziehungspunkt für Besucher Miamis ist die Versace-Villa am Ocean Drive. Hier wurde der Modemacher vor seiner Villa erschossen. Fast genau gegenüber baut Mike seine Sandburgen. Die feinen Gebilde werden vielfach bewundert und fast jeder Betrachter steckt ein paar Dollar in ein Glas, das an den Burgen steht. "Ich komme ganz gut zurecht", kommentiert Mike die Einnahmen.
Am Ocean Drive sind noch viele andere Typen zu treffe. Nak zum Beispiel (rechtes Bild). Er pflegt Grünanlagen und mäht Rasen und findet allerlei Schätze, die er Fremden auch bereitwillig und gern zeigt. Ein ganz besonderer Typ hat einen festen Platz am Ocean Drive: In einem 1937er Nash sitzt eine Figur Humphrey Bogarts in seiner Rolle als Detektive Philipp Marlow (linkes Bild).
Die Eine-Million-Dollar-Häuser stehen in Coral Gables (links) zu Hunderten unter den riesigen Bäumen. Ruhige Wohnlage mit breiten Straßen ohne Fußwege. Am Strand von Miami Beach dagegen brodelt es vor Menschen. Der Übergang zwischen Miami, Miami Beach und Coral Gables ist fließend. Zusammen bilden die drei Städte ein nahezu unüberschaubares urbanes System.
Little Havana ist in Miami ein Kapitel für sich. Im Maximo Gomez Park treffen sich die Exilkubaner zu Schach und Domino. Und die gute "Havanna" ist überall dabei. Hier ist das Rauchen nicht wie sonst in den öffentlichen Einrichtungen von Miami verpönt.
Gleich nebenan in der Zigarrenfabrik werden die begehrten Zigarren gedreht, kontrolliert, gelagert und schließlich auch ausgeliefert.
Wer nicht wenigstens einmal durch die Nachtklubs von Miami gestreift ist, hat ein wesentliches Kapitel der Stadt verschlafen. Wo gegen 20 Uhr noch in aller Ruhe gegessen wird, wird gegen 22 Uhr die Musik immer lauter, der Diskosound drönt durch die Säle, es wird getanzt bis zum Abwinken. Etwas ruhiger geht es im Nachtklub "The Bed" (Das Bett) zu. Hier wird im Liegen gespeist, getrunken und gequatscht.
Eine sehenswerte Schau für Architektur-Freaks ist die Gegend um die Collins Avenue. Wie das Hotel "National" sind dort zahlreiche Gebäude im Art-Deco-Stil zu finden. Diese Architektur aus dem beginnenden 20. Jahrhundert befindet sich in einem ausgezeichnet sanierten Zustand.
1916 ließ sich der Industrielle James Deering sein Traumschlösschen am Meer bauen. Vizcaya ist heute ein Museum und beherbergt eine europäische Einrichtung aus dem 17. und 18. Jahrhundert - alles vor allem in Italien und Frankreich zusammengekauft.
Parrot Jungle Island (Papageien-Dschungel-Insel) ist ein Zauberwort besonders für Kinder. Dort gibt es Papageien und Aligatoren zu sehen und es wird ein umfangreiches putzig-kribbeliges Programm geboten.
Zum Teil in mehreren Etagen übereinander, aber immer megabreit schwingen sich die Straßen über ganze Stadtteile und die vielen Wasserläufe hinweg und hinüber zu den Florida Keys, der vorgelagerten Inselkette.
Bei einer Kanutour vor der Küste von Key Biscayn gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel Pelikane hoch oben in den Bäume. Und wenn sie schwimmen, bilden sie ein willkommenes Fotomotiv vor der Skyline von Miami Beach.
Ob bei Tag oder Nacht, die Linie der Hochhäuser bietet vom Meer aus immer einen tollen Anblick.