Museum der bildenden Künste Leipzig
Leipzigs neues Bildermuseum mag von außen nicht über den Charme eines modernen Glas- und Beton-Zweckbaus hinaus kommen. Dennoch ist 2005 auf dem Sachsenplatz mitten im Stadtzentrum etwas entstanden, was kunstinteressierten Leipziger und den Gästen der Stadt einen faszinierenden Blick in die bemerkenswerte Leipziger Sammlung eröffnet. Vor allem jenen die sich noch gut erinnern können, in welchen unzulänglichen Räumen das Museum noch vor wenigen Jahren untergebracht war. Darüber hinaus zieht das Museum immer wieder mit starken Sonderausstellungen an.
Wer glaubt, Beton sei langweilig, muss sich im Leipziger Bildermuseum eines Besseren belehren lassen. Alles, was im Museum steht, ständig oder zeitweilig auf- und ausgestellt wird, kommt hervorragend zur Geltung. Und auch die Architektur selbst übt nicht zuletzt auf den Fotografen eine große Faszination aus.
Großzügige Fensterlösungen verbinden tags wie abends die Ausstellungen im Inneren mit der Außenwelt, erlauben den Blick auf die Katharinen- und Reichsstraße.
Aus- und Ansichten im Cafe
Die holzgetäfelten Treppenhäuser bilden einen warmen Kontrast zum Beton und bieten Platz für Exponate ganz eigener Art.
Kunst und keine Kunst auf engstem Raum. Werke von Blinky Palermo, die unter anderem im November 2005 im Museum zu sehen waren (links). Durchgang versperrt (rechts).
Verbeugung vor Max Klinger? Sein Beethoven bekam gebührenden Platz im Museum der bildenden Künste. Insgesamt nimmt Klinger breiten Raum in der Galerie ein.
Beeindruckend - die Großzügigkeit der Ausstellungsräume.
Annäherung an ein Bild - Die Toteninsel von Arnold Böcklin.
Das Museum ist auch für Überraschungen gut. Die Leuchtwerbung für Isolator-Zündkerzen zierte zu DDR-Zeiten eine Häuserwand in Leipzig. Heute blinkt sie in der Garderobe des Bildermuseums. In den Räumen verschiedener Stockwerke bieten sich immer wieder reizvoller Motive.